Inklusion – Gemeinsamer Unterricht an der WBR

„Der Inklusion liegt der Grundgedanke der größtmöglichen Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zugrunde.“(Schulamt für die Stadt Dortmund 2013)

Der Schule kommt dabei ein Teil dieser Aufgabe zu. Laut Beschluss der UNESCO von 2012 bedeutet inklusive Bildung nach diesem Verständnis, dass

„allen Menschen – unabhängig von Geschlecht, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, besonderen Lebensbedürfnissen, sozialen und oder ökonomischen Voraussetzungen - die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln.“

Die Wilhelm-Busch-Realschule versteht sich als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im besonderen Maße dazu verpflichtet, einen Umgang zu pflegen, der auf gegenseitiger Wertschätzung und Respekt basiert. Wir wenden uns daher gegen jegliche Art von Diskriminierung oder gesellschaftliche Ausgrenzung.

Die Einrichtung von Integrativen Lerngruppen (IL) bietet uns daher im besonderen Maße die Möglichkeit, diesen Anspruch in unserer täglichen Arbeit umzusetzen. Sie beruht auf dem Prinzip, die Vielfalt in der Bildung und Erziehung wertzuschätzen, sie somit nicht als Problem, sondern als Chance wahrzunehmen.

Schule als Ort, an dem sich Kinder, Jugendliche und Lehrer täglich treffen, ist ein idealer Raum, um zu lernen aufeinander zuzugehen, sich gegenseitig zu respektieren und zu unterstützen. Gleiches gilt für Kinder mit besonderem Förderbedarf, die so lernen können, mit ihrer Rolle in der Gesellschaft umzugehen.

Was bedeutet inklusiver Unterricht (Gemeinsamer Unterricht GU)

an der WBR?

„Inklusiver Unterricht bedeutet,

-       dass alle Kinder einer unausgelesenen und ungeteilten Lerngruppe

-       sich allgemeine Bildung nach individuellem Vermögen und Bedürfnissen, in vielfältigen Lernprozessen, mit gemeinsamen und differentiellen Lernsituationen, unter Nutzung förderlicher Ressourcen, ohne behindernde Lernbarrieren und ohne diskriminierende und exkludierende Praxen sowie mit entwicklungsorientierter Lernevaluation aneignen können, und zwar

-       mit aktiver Unterstützung von kooperierenden Pädagogen und sozialen Netzwerken.“(Wocken 2013)

Unser Anliegen ist es also „jedes Kind optimal zu fördern und herauszufordern zu einer selbstbewussten, neugierigen Persönlichkeit, die motiviert ist, die vor ihr liegende Zukunft zu gestalten!“ (Eine Schule für alle 2012)

Dabei sind wir uns bewusst, dass Inklusion ein Ideal darstellt, das immer nur in Annäherungen erreicht werden kann und nicht zum Nulltarif zu haben ist. Sie benötigt daher unabdingbar personelle und materielle Unterstützungsleistungen. Nicht zuletzt ist das Engagement jedes einzelnen Kollegen entscheidend, ob und wie Inklusion an der WBR gelebt wird.

Zurzeit ist der Schulträger für die Schaffung, Verteilung und Zuweisung von Plätzen für Kinder mit Förderbedarf an Regelschulen zuständig.

Laut Einschätzungen der Landesregierung liegt die Inklusionsquote in NRW derzeit bei cirka 25% und soll bis 2017 auf 50% anwachsen (Presseinfo vom 19.03.2013 des Ministeriums für Schule in NRW).

Im Schuljahr 2013/14 wurde eine Integrative Lerngruppe in der Wilhelm-Busch-Realschule eingerichtet. In dieser Inklusionsklasse werden Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Soziale und emotionale Entwicklung gemeinsam mit den Regelschülerinnen und Schülern unterrichtet.

Die WBR hat ein Konzept zum Gemeinsamen Unterricht entwickelt, das nachgelesen werden kann unter folgendem Link :